CBDCBD für TiereGesundheit

Wie wirkt CBD bei Tieren?

Von 4. Dezember 2020Dezember 8th, 2020Keine Kommentare

Wer selbst Erfahrung im Umgang mit Tieren hat weiß, dass sie oft unter ähnlichen Beschwerden leiden wie wir Menschen. Sie sind manchmal übertrieben ängstlich, haben chronische Schmerzen, Entzündungen oder andere Probleme, die uns bekannt vorkommen. Dazu gehören z.B. Krankheiten, die mit der Ernährung oder dem Alter zu tun haben, aber auch psychische Probleme. Für uns ist es selbstverständlich, dass wir uns in solchen Fällen selbst zu helfen oder helfen lassen. Sei es durch eine Anpassung des Lebensstils oder durch einen Arztbesuch. Im Gegensatz dazu sind Tiere wie Hunde, Katzen oder Pferde auf ihre Halter angewiesen und bedürfen ihrer Aufmerksamkeit und Fürsorge. Es erfordert viel Einfühlungsvermögen herauszufinden, wie es dem (Haus-)Tier eigentlich geht. Und dadurch auch zu verstehen, was es gerade braucht. CBD (Cannabidiol) kann hier eine wichtige Rolle spielen. In diesem Artikel erklären wir euch, warum CBD auch bei Tieren wirkt und wie es die Gesundheit eurer Liebsten fördern kann.

CBD für Tiere: Bis jetzt ein Geheimtipp

Es existieren bereits viele Erfahrungsberichte, die die gesundheitsfördernde Wirkung von CBD beschreiben. In diesem Blogeintrag  wird anschaulich beschrieben, wie CBD Beschwerden bei Hunden effektiv abmildern kann. Der Bericht wurde durch den Tierarzt Mag. med. vet. Emin Jasarevic bestätigt. Neben ihm sprechen sich auch viele weiter Tierärzte wie Dr. Franz Spitzer für die Anwendung von CBD aus. Nach den bisherigen Erkenntnissen von Nutzern, Tierärzten und wissenschaftlichen Studien könnte CBD bei den folgenden Problemen von Tieren helfen:

  • Arthrose/Arthritis
  • Angstzuständen
  • Infektionen
  • Immunschwäche
  • Verdauungsstörungen
  • Appetitlosigkeit
  • Übelkeit/Erbrechen
  • Krebserkrankungen
  • Chronische Schmerzen
  • Epilepsie
  • Schlaflosigkeit
  • Haut- und Fellprobleme
  • Diabetes

Ähnlichkeit zwischen Menschen und Tieren

Wie anfangs beschrieben ähneln sich viele körperliche Beschwerden bzw. Verhaltensstörungen von Menschen und Tieren. Die Ähnlichkeiten sind darauf zurückzuführen, dass sich Menschen und Tiere einen langen Abschnitt ihrer evolutionären Geschichte teilen. In einigen Fällen tatsächlich den größeren Teil. So stimmt z.B. ein Großteil des Genoms (Gesamtheit aller Gene) einer Maus mit der DNA des Menschen weitgehend überein. Und das zu einem überraschend hohen Grad: 95 Prozent der Gene im Erbgut einer Maus besitzt der Mensch in einer ähnlichen Form. Dadurch ähnelt sich der Aufbau des Organismus einer Maus und der eines Menschen stark, da beide über vergleichbare „Baupläne“ verfügen. Diese Ähnlichkeiten betreffen in vielen Aspekten auch das Verhalten. Die Gemeinsamkeiten lassen sich in geringerem Maße auch auf andere Arten wie z.B. Hunde oder Katzen übertragen. Eine an dieser Stelle sehr wichtige Gemeinsamkeit:  Alle Wirbeltiere verfügen, wie der Mensch auch, über ein Endocannabinoidsystem (ECS). Inzwischen geht die Wissenschaft davon aus, dass die Entstehung und Entwicklung des ECS eine entscheidende Rolle in der Fortpflanzung und damit in der Evolution spielte.

Wirkung von CBD bei Tieren

CBD (Cannabidiol) bzw. CBD – Präparate können laut einer US-Studie eine wirkungsvolle Möglichkeit darstellen, die Gesundheit von Tieren zu fördern und zu erhalten. Die Autoren beziehen sich auf Informationen des Veterinary Information Network (VIN), einer großen Organisation von Tierärzten aus den Vereinigten Staaten. Im Rahmen der Untersuchung wurden 2130 Tierärzte anonym befragt. Wie beschrieben lässt sich die gesundheitsfördernde Wirkung von CBD bei Tieren darauf zurückzuführen, dass sich das Nervensystem von Menschen und Tieren in vielerlei Hinsicht stark ähnelt. Somit kann CBD auch bei Tieren mit dem ECS und anderen Teilen des Nervensystems interagieren. Nach der genannten Untersuchung eignen sich CBD-Präparate in vielen Fällen, um Krankheiten oder Verhaltensstörungen von Tieren zu behandeln. Die Wirkung von CBD auf Menschen lässt sich allerdings nicht 1:1 auf Tiere übertragen.

Verabreichung und Dosierung

Laut einer Studie, die die Verstoffwechselung von CBD bei Hunden untersuchte, war die Verabreichung in Form von CBD-Öl am effektivsten. Das trifft laut einer weiteren Studie höchstwahrscheinlich auch auf andere Tierarten wie Katzen und Pferde zu.

Um die bestmögliche Wirkung zu erreichen, sollte das CBD-Öl direkt auf die Zunge gegeben werden, damit es so lange wie möglich im Mundraum verweilt und dadurch über die Mundschleimhaut aufgenommen werden kann.

Bei der Abgabe ist stets zu beachten, dass sich die wirksame Dosierung von Tier zu Tier und je nach Beschwerde unterscheidet. Generell sollte mit einer geringen Dosierung begonnen und diese nach und nach gesteigert werden, bis der gewünschte Effekt eintritt. Hierbei ist es wichtig, dass die Einnahme regelmäßig (mind. täglich) erfolgt, damit sich ein konstanter CBD-Spiegel im Blut des Tieres einstellen kann.

Im Fall medizinischer Beschwerden sollte ein Tierarzt konsultiert werden, um die wirksame Dosis bei gewissen Krankheiten festzustellen. Eventuell ist eine hohe Dosierung bzw. eine mehrmalige Einnahme pro Tag nötig.

Anwendungsmöglichkeiten von CBD bei Tieren

Die Abgabe von CBD-haltigen Erzeugnissen an Tiere zur Behandlung von Krankheiten und Verhaltensauffälligkeiten ist ein noch sehr junges Forschungsfeld. Jedoch existieren bereits mehrere klinische Studien und wissenschaftliche Befragungen, die explizit die Wirkung von CBD auf Haustiere untersuchen. Darunter finden sich viele überzeugende Ergebnisse. Folgend stellen wir einige Anwendungsmöglichkeiten dar, die aus dem bisherigen Kenntnisstand resultieren.

  • Arthrose

Wie beschrieben leiden Tiere oft unter denselben Krankheiten wie der Mensch. Beispielsweise können auch Hunde an Arthrose erkranken, wie beim Menschen in den meisten Fällen altersbedingt. In diesem Fall wird die Knorpelmasse zwischen den Gelenken durch mechanischen Verschleiß stark reduziert. In der Konsequenz reiben die Knochen bei Bewegung direkt aufeinander. Die Krankheit geht oft mit starken chronischen Schmerzen einher, die die Lebensqualität der betroffenen Tiere stark beeinträchtigen. Eine klinische Studie stellte fest, dass die Abgabe von CBD-Öl bei einer Dosierung von 2mg/kg Körpergewicht CBD (2 mal täglich) zu einer signifikanten Steigerung der Aktivität und Verbesserung des Wohlbefindens von Hunden führt. Hier findet ihr zwei Videos, die den Effekt von CBD eindrucksvoll darstellen. Zu sehen ist Lilly, eine 12 Jahre alte Mops-Dame, die unter einer chronischen Lyme-Borreliose und schwerer Arthritis leidet. Es bestand ein Abstand von 6 Wochen zwischen den Aufnahmen, die jeweils vor und nach der Behandlung mit CBD aufgenommen wurden.

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  • Stress- und Angstzustände

Wer selbst Erfahrungen mit Tieren hat, die unter posttraumatischen Belastungsstörungen leiden, weiß, dass sie von Stress- und Angststörungen betroffen sind. Dabei reichen oft kleinste Reize wie ein fremder Mensch oder ein Geräusch aus, um die Tiere zu stressen bzw. zu verängstigen. Nach der erwähnten Befragung genannten Vetenary Information Network (VIN) sprechen über 86% der Tierärzte, die bereits Erfahrung im Umgang mit CBD haben, von einer hilfreichen Wirkung von CBD bei unkontrollierbaren Ängsten von Tieren.

  • Epileptische Anfälle

Auch Tiere können unter verschiedenen Formen der Epilepsie leiden. Ähnlich wie beim Menschen äußert sich die Krankheit u.a. durch epileptische Anfälle. Im Rahmen einer klinischen Studie wurde die Wirkung von CBD auf Hunde, die an einer idiopathischen Epilepsie leiden, untersucht. Diese Form der Epilepsie äußert sich durch epileptische Anfälle, die in regelmäßigen Abständen auftreten, wenn die Krankheit nicht therapiert wird. Bis auf die Anfälle sind die Hunde nicht in ihrer Gesundheit beeinträchtigt. Die untersuchten Hunde wurden mit CBD-Öl bei einer Dosierung von 2,5mg CBD/kg Körpergewicht zweimal täglich über einen Zeitraum von 12 Wochen behandelt. Außerdem wurde der CBD-Spiegel im Blutplasma festgestellt und mit der Effektivität der Behandlung verglichen. Laut den Ergebnissen nahmen die Frequenz der Anfälle nach der Abgabe von CBD signifikant ab. Außerdem korrelierte die Abnahme mit der Höhe des CBD-Spiegels im Blutplasma, bei einer höheren Konzentration an CBD kam es also zu weniger epileptischen Anfällen.

CBD-Öl für Tiere – Eine gute Idee?

Neben den beschriebenen Studien bestehen weitere Indikationen, die für eine Anwendung von CBD-Öl bei Tieren sprechen. Dazu gehören die genannten Erfahrungsberichte und Meinungen von Tierärzten. Das VIN spricht sich mehrheitlich für das vielfältige Potenzial von CBD aus und fordert weitere Forschung, um die Effekte noch besser wissenschaftlich belegen können. Die Mehrheit der befragten Tierärzte  ist der Überzeugung, dass CBD-Öl ein sicheres Mittel darstellt, um die Gesundheit von (Haus-)Tieren zu verbessern. CBD verursacht normalerweise keine gesundheitsgefährdenden Nebenwirkungen. Bei der Einnahme von anderen Medikamenten sollte die Anwendung jedoch vorher mit einem Tierarzt abgesprochen werden, um mögliche Wechselwirkungen zu vermeiden.

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