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Wie CBD die Verdauung fördern kann

By Januar 31, 2020April 6th, 2020No Comments

Aktuelle Studien geben Hinweise darauf, dass CBD das Wohlbefinden bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen steigert.

Autsch, mein Magen schmerzt! Er rumpelt und knurrt, zieht sich krampfhaft zusammen oder bläht sich auf – wer kennt das nicht? Dabei ist ein gutes Bauchgefühl nicht nur im übertragenen Sinne so wichtig! Für das allgemeine Wohlbefinden ist es essenziell, dass unser Verdauungstrakt einwandfrei funktioniert. Doch gerade hier liegt ein großes Problem vor: Schätzungen zufolge erleben 29 Prozent der europäischen Bevölkerung wiederkehrende Verdauungsstörungen; in Deutschland leiden rund 400.000 Patienten an chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen. Kann CBD-Öl hier zur Linderung der Symptome beitragen?

Im Folgenden erfährst du, wie das Endocannabinoidsystem mit dem Verdauungstrakt zusammenspielt und was aktuelle Studien zu CBD bei Darmkrankheiten herausgefunden haben.

Das Verdauungssystem

Wäre die Verdauung eine olympische Disziplin, müsste man unseren Darm zurecht als Spitzensportler bezeichnen: Im Laufe eines 75-jährigen Lebens reisen etwa 30 Tonnen Speisen und 50.000 Liter Flüssigkeit, aber auch kiloweise Schadstoffe, Erreger und Bakterien durch unseren Darm. Dabei ist der Darm stets darauf bedacht, davon nur die nützlichen Bestandteile für uns herauszufiltern und uns vor den schädlichen Inhaltsstoffen zu schützen.

Die Gesundheit unseres Darmtraktes ist nicht allein unsere Angelegenheit, sondern auch die von Billionen von Mikroorganismen. Ihre Aufgabe ist es, die Verdauung zu unterstützen, potenzielle Gifte zu neutralisieren, Vitamine zu bilden und mit dem Immunsystem zu kommunizieren. Ist die Bakterienbesiedlung im Darm jedoch krankhaft gestört, können chronische Darmentzündungen und sogar psychische Krankheitsbilder die Folge sein. Tierversuche haben bereits gezeigt, wie die Veränderung der Darmflora bei Mäusen eine erhöhte Ängstlichkeit und eine Neigung zu Depressionen mit sich bringt. Auch bei Patienten mit einer posttraumatischen Belastungsstörung entdeckte man Veränderungen beim Vorkommen spezieller Darmbakterien.

Wie wirken Cannabinoide auf den Darm?

Das menschliche Endocannabinoidsystem erstreckt sich auch über unsere Verdauungsorgane. CB1-Rezeptoren befinden sich in Magen und Darm und ermöglichen dort, dass (Endo)-Cannabinoide Appetit und Sättigung steuern. Darüber hinaus beeinflussen sie die Motilität, d.h. die Bewegungen, durch die unsere Nahrung durch den Verdauungstrakt manövriert wird. Schlussendlich könnte sich das antientzündliche Potenzial mancher Cannabinoide positiv auf die Darmschleimhaut auswirken und in Wechselbeziehung mit einer gesunden Darmflora stehen.

CBD lindert Schmerzen bei Reizdarmpatienten

Eine bekannte chronische Darmerkrankung ist das Reizdarmsyndrom. Über seine Ursache sind sich Mediziner bis heute im Unklaren – seine Symptome beeinträchtigen die Lebensqualität der Betroffenen stark:

  • Blähungen und Krämpfe
  • Durchfall und Verstopfung
  • Rektale Blutungen
  • Bauchschmerzen und Übelkeit
  • Starker Gewichtsverlust

sind die Folgen. Stress, eine Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Nahrungsmitteln oder die Einnahme von Hormonpräparaten wie der Anti-Baby-Pille können hier schubartige Beschwerden auslösen. Aktuell arbeiten Wissenschaftler an einer Theorie, welche die chronischen Schmerzen beim Reizdarmsyndrom, die kaum auf äußere Faktoren zurückgeführt werden können, durch einen Mangel an Endocannabinoiden erklärt (Clinical Endocannabinoid-deficiency Syndrome) Hier könnte sich eine Zufuhr von pflanzlichen Cannabinoiden wie CBD positiv auswirken und schmerzhafte Beschwerden dauerhaft reduzieren und lindern. Diese These stützen zahlreiche Erfahrungsberichte von Reizdarmpatienten, deren Lebensqualität durch CBD gesteigert werden konnte.

Bei welchen Darmerkrankungen könnte CBD helfen?

Bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis Ulcerosa liegen Entzündungen des Darmtraktes vor, die schubweise starke Beschwerden verursachen. Mediziner vermuten die Auslöser in einer Autoimmunreaktion. Dass Cannabispräparate hier die Beschwerden lindern können, ist allgemein bekannt. Eine Studie aus dem Jahr 2011 untersuchte darüber hinaus die Mechanismen, mit denen CBD als Einzelsubstanz positiven Einfluss auf entzündliche Prozesse im Darm ausüben könnte: Den Ergebnissen zufolge kontrolliert es die Aktivierung enterischer Gliazellen. Diese Zellen setzen vermehrt Wachstumsfaktoren und entzündliche Signalstoffe (Zytokine) frei. Im Übermaß können sie Entzündungen erzeugen. Durch die modulierenden Fähigkeiten von CBD könnten diese Prozesse abgemildert werden.

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