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Morbus Crohn: CBD kann helfen!

By Mai 27, 2020No Comments

Morbus Crohn zählt neben der Colitis ulcerosa zu den chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED). Hauptsymptome sind krampfartige Bauchschmerzen und Durchfall. Die Beschwerden treten meist schubweise auf, daher können Patienten auch eine längere Zeit beschwerdefrei sein.

Morbus Crohn kann im gesamten Verdauungstrakt auftreten, doch oft sind nur der letzte Abschnitt des Dünndarms, der Dickdarm oder beide Darmabschnitte gemeinsam betroffen. Dabei können sich gesunde mit erkrankten Darmabschnitten abwechseln. In den erkrankten Bereichen des Darms kann sich sogar mehr als nur die Schleimhaut entzünden. Alle Wandschichten des Darms können betroffen sein.

Ursachen und Verlauf

Morbus Crohn verläuft unterschiedlich schwer. Bei einem ungünstigen Verlauf bilden sich Geschwüre, Engstellen (Stenosen) oder Verbindungsgänge (Fisteln) zu anderen Organen. Der Grund dafür, dass Menschen an Morbus Crohn erkranken, ist bis heute nicht vollständig aufgeklärt. Es gibt aber verschiedene Hypothesen.

 

  1. Gestörte Barrierefunktion im Darm

Eine Theorie ist eine gestörte Barrierefunktion der Darmwand. Der Darm muss einerseits durchlässig sein, um Nährstoffe in den Körper zu transportieren, andererseits muss auch Krankheitserregern das Eindringen verwehrt werden. Ist diese Balance gestört, kann es dazu kommen, dass sich Bakterien in der Darmwand einnisten und folglich das Immunsystem heftige Abwehrreaktionen auslöst.

  1. Autoimmunreaktion

Eine weitere Hypothese ist, dass die Entzündungen des Darms durch fehlgeleitete Reaktionen des Immunsystems verursacht werden. Dies nennt man auch Autoimmunreaktion. Auslöser ist dann beispielsweise eine Infektion, auf die die körpereigenen Abwehrkräfte übermäßig stark reagieren.

Behandlung

Morbus Crohn kann bislang nicht geheilt werden, doch man kann die Entzündungsprozesse hemmen, und so die Beschwerden lindern. Traditionell greifen Ärzte dafür zu Kortikosteroiden (Kortison), Steroiden oder Budesonid. Leider bringen all diese Medikamente Nebenwirkungen mit sich, weshalb manche von ihnen nicht zur Dauertherapie eingesetzt werden sollten. Patienten leiden beispielsweise oft an einer Gewichtszunahme und ansteigenden Blutzucker- und Blutfettwerten. Außerdem wird die Anfälligkeit für Infekte höher und das Risiko für Osteoporose steigt.

Es besteht auch die Möglichkeit Immunsuppressiva wie Azathioprin, 6-Mercaptopurin oder Methotrexat einzusetzen. Allerdings dauert es mindesten drei Monate, bis diese ihre Wirkung entfalten und die Einnahme kann die Zahl der weißen Blutkörperchen stark reduzieren, was zu Übelkeit und Leberentzündungen führen kann.

Patienten mit Morbus Crohn können auch von einer Stressreduktion in ihrem Alltag profitieren. Denn Stress beeinflusst bekanntlich den Krankheitsverlauf ungünstig.

CBD als neue Alternative

Grundsätzlich stimuliert CBD bei der Einnahme das Endocannabinoidsystem (ECS) in unserem Körper. In unserem ECS gibt es zwei Arten von Rezeptoren; CB1 und CB2. Die CB1 Rezeptoren kommen hauptsächlich im zentralen Nervensystem vor. Die CB2 Rezeptoren befinden sich im Immunsystem und im hämatopoetischen System, welches Lymphknoten, Thymus, Milz und Knochenmark umfasst.

Die CB1 Rezeptoren regulieren die Homöostase im Körper. Sie steuern Funktionen wie Stimmung, Appetit, Blutdruck, Stress, Angst, Schmerzempfindung und Schlaf. Die CB2 Rezeptoren regulieren Entzündungsprozesse, indem sie die Freisetzung von Zytokinen steuern, die von Immunzellen produziert werden. Dies ist der Grund warum CBD sich zur Behandlung von Morbus Crohn eignet. Die Aktivierung der CB1 Rezeptoren sorgt für eine entzündungshemmenden Wirkung und Schmerzlinderung. CBD reduziert also die entzündliche Hypermotilität, die mit Morbus Crohn assoziiert wird. Zusätzlich hemmt CBD ein bestimmtes Leberenzym, das für den Abbau von Endocannabinoiden verantwortlich ist. Dadurch kann dann das sogenannte Anandamid seine entzündungshemmende und motilitätshemmende Wirkung entfalten. CBD steigert also den Endocannabinoid-Wert im Körper und hilft so gegen Entzündungen.

Medizinische Erkenntnisse und Studien

Studien über CBD zur Behandlung von Morbus Crohn zeigen, dass CBD die Fähigkeit besitzt, Entzündungen zu reduzieren und die Symptome von Morbus Crohn zu lindern.

In einer Studie der Abteilung für Gastroenterologie der Universität Tel Aviv, nahmen 21 Patienten teil, um die Wirksamkeit von Cannabinoiden zu testen. Die Patienten hatten vorher bereits Steroide und andere Medikamente eingenommen, doch leider blieb die Wirkung aus. 11 der Patienten rauchten nun zweimal täglich Cannabis und die restlichen 10 Patienten bekamen ein Placebo. 10 der 11 Patienten aus der Cannabis-Gruppe erlebten eine Linderung der Symptome ihres Morbus Crohn. Bei 5 kam es zu einer vollständigen Remission der Krankheit.

CBD ist also 100 % natürlich und daher im Vergleich zu anderen Arzneimitteln für den Körper ungefährlich. Außerdem ruft CBD keine unerwünschten Wirkungen hervor. CBD scheint viele der Symptome behandeln zu können, die mit Morbus Crohn in Verbindung stehen.

 

Isa

Isa

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