Der Begriff “Entourage-Effekt” stammt aus der langjährigen Cannabis-Forschung. Er besagt, dass Pflanzenstoffgemische, wie sie unter anderem auch in Pflanzenextrakten gefunden werden, eine höhere biologische Aktivität besitzen als die isolierte Reinsubstanz selbst. Das liegt daran, dass die anderen natürlichen Inhaltsstoffe bei der synthetischen, isolierten Herstellung verloren gehen. Das lässt sich folgendermaßen erklären: Die Cannabispflanze besitzt eine Vielzahl an Phytocannabinoiden, Flavonoiden und Terpenen. Wird Cannabidiol mit Terpenen kombiniert, erhält man eine optimierte Wirkungsweise, die bereits in geringen Dosen außerordentlich wirksam ist. Aus diesem Grund sollte bei der Produktion von CBD darauf geachtet werden, dass im Endprodukt ausreichend Terpene enthalten sind, der THC-Anteil unter 0,2 % liegt und das CBD vollständig carboxyliert vorliegt.

Unser CBD wird durch die Extraktion von Naturhanf gewonnen. Wir filtern lediglich das psychoaktive THC heraus und erhalten somit ein CBD mit einem möglichst hohen Anteil an verschiedensten natürlichen Inhaltsstoffen.

 

Bereits Ende der 80er Jahre hat der israelische Chemiker Raphael Mechoulam den Entourage-Effekt beschrieben. Die Ergebnisse wurden kurze Zeit später im „European Journal of Pharmacology“ veröffentlicht. Seine Entdeckung ist für Cannabis im medizinischen Kontext höchst bedeutsam: Eine Vielzahl an verschiedenen Pflanzenstoffgemischen in natürlicher Form ist aufgrund ihres synthetischen Zusammenspiels heilsamer als ein synthetisch hergestelltes Mittel, dessen Wirkstoffe lediglich in isolierter Form vorliegen. Diese Stoffe sind unter anderem die bereits erwähnten Terpene. Diese sind Kohlenwasserstoffverbindungen, die in über 2000 Pflanzenarten vorkommen. Hierbei handelt es sich um Duftmoleküle, die in der Natur überlebenswichtige Aufgaben, wie z.B. die Fortpflanzung der Pflanzen, übernehmen. In der Cannabispflanze sind sie verantwortlich für den charakteristischen Geschmack, die aromatische Vielfalt und deren individueller Wirkung. Aus diesem Grund lassen sich unterschiedliche psychoaktive Reaktionen verschiedener Cannabis-Sorten beobachten. Cannabis Sativa steht so eher für einen euphorisierenden Effekt, wohingegen Cannabis Indica eher mit einer beruhigenden Wirkung in Verbindung gebracht wird.

 

In der Wissenschaft herrscht Stand jetzt noch kein eindeutiger Konsens über den Entourage-Effekt. Als Nachweis könnte jedoch das Mundspray Sativex, das sich bei Multipler Sklerose bewährt hat, dienen. Dieses ganzheitliche Spray aus Pflanzenextrakten zeichnete sich bei einer Langzeitstudie dadurch aus, dass es durch die identische Menge an THC und CBD, sowie verschiedener Terpene gegen Schmerzen und Krämpfe von MS-Patienten wirksam eingesetzt werden konnte.

Falls ihr noch mehr zu Terpenen und deren Wirkung lesen wollt, könnt ihr in folgenden Links zu wissenschaftlichen Studien recherchieren:

 

  1. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26119957
  2. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/29069647
  3. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12587690
  4. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28510196
  5. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27449945
  6. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18574142
  7. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/30668410
  8. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22995322