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CBD zur Behandlung der Epilepsie

By Juni 2, 2020Juli 2nd, 2020No Comments

Cannabidiol (CBD) besitzt krampflösende Eigenschaften. Das wurde in den letzten Jahren vermehrt in der Epilepsie-Forschung untersucht, in der CBD als Ergänzung zu bestehenden Behandlungsmöglichkeiten eingesetzt wird. Vor allem bei besonderen Ausprägungen von Epilepsie, wie dem Dravet-Syndrom und dem Lennox-Gastaut-Syndrom, stoßen traditionelle Pharmazeutika an die Grenzen ihres Wirkungsbereichs. Mehrere Studien weisen darauf hin, dass CBD dazu in der Lage ist, die Wirksamkeit von Antiepileptika zu steigern. Außerdem besitzt das Cannabinoid selbst anti-epileptische Eigenschaften.

Ursachen von Epilepsie

Epilepsie kann durch unterschiedliche Ursachen hervorgerufen werden. Dazu gehören Verletzungen, wie etwa Stürze und genetische Defekte, wie die Mutation von Genen, die essenziell für die Reizweiterleitung sind.

Bei Epilepsie besteht ein Ungleichgewicht der Steuerung verschiedener Neurotransmitter. Auch Botenstoffe des körpereigenen Endocannabinoidsystems sind daran beteiligt. Die Ursache kann in einer einzelnen Hirnregion oder in der gesamten Hirnrinde liegen. Ein epileptischer Anfall entsteht, wenn Nervenzellen plötzlich viele Neurotransmitter freisetzen. Das führt zu Kontraktionen der Muskeln und Zuckungen. Das Endocannabinoidsystem kann die Ausschüttung von Neurotransmittern steuern, wenn es aktiviert wird. So kann ein epileptischer Anfall verhindert werden. CBD stimuliert das Endocannabinoidsystem, was einen epileptischen Anfall verhindern oder zumindest abschwächen kann.

Das Dravet-Syndrom

Im Fall des Dravet-Syndroms (DS) ist meistens das SCN1A-Gen betroffen, dass durch eine spontane Mutation seine Funktion verliert. Bei gesunden Menschen ist das Gen für die Ausbildung der spannungsabhängigen Natriumkanäle verantwortlich. Diese besitzen normalerweise hemmende Eigenschaften und steuern so die Weiterleitung von Nervensignalen. Meistens macht sich die genetische Disposition bei Kleinkindern ab dem sechsten Monat bemerkbar. Durch das DS wird die psychomotorische und intellektuelle Entwicklung der Kinder verlangsamt. Es kann außerdem zu einem Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätssyndrom (ADHS) kommen. Bei Epileptikern, die an dem DS leiden, kommt es zu Krampfanfällen unterschiedlicher Art. Diese werden von Faktoren wie Überanstrengung und Schlafmangel beeinflusst.

Das Lennox-Gastaut-Syndrom

Das Lennox-Gastaut-Syndrom (LGS) wird durch unterschiedliche Ursachen hervorgerufen. Als Ausgangssituation bestehen bei zwei Dritteln der betroffenen Kinder Schädigungen des Gehirns. Diese können vor, während und nach der Geburt auftreten. Bei einem Drittel bestehen keine vorherigen Grunderkrankungen. Meistens äußert sich die Erkrankung bei Kindern zwischen dem 2. und dem 6. Lebensjahr. Typisch für das LGS ist das Vorkommen von mehreren Krampfanfällen pro Tag, die oft zu Stürzen führen. Daher tragen Betroffene oft einen Sturzhelm, um Verletzungen zu vermeiden. Außerdem zeigen erkrankte Kinder oft eine deutliche Verzögerung der Gesamtentwicklung, Verhaltensauffälligkeiten und kognitive Behinderungen.

Behandlung mit CBD

Die genannten Formen der Epilepsie sind nur schwer therapierbar. Konventionelle Antiepileptika zeigen oft keine zufriedenstellende Wirkung und die Angehörigen der Betroffenen finden sich regelmäßig in einer hilflosen Situation wieder. CBD zeigt sich immer öfter als willkommene Alternative. Aktuelle Studien haben gezeigt, dass CBD dazu in der Lage ist, die Effektivität der Pharmazeutika zu steigern. Es kommt z.B. zu einer erhöhten Serum-Konzentration der Wirkstoffe, also einer verbesserten Aufnahme der Medikamente durch den Körper. Außerdem führen die krampflösenden Eigenschaften zu einer Linderung der Symptome, wie etwa zu einer geringeren Anfallhäufigkeit und einer weniger starken Ausprägung der epileptischen Anfälle. Somit könnten CBD-Produkte wie CBD-Öle bei der Behandlung von Epilepsie helfen und einen willkommenen neuen Therapieansatz für die Betroffenen darstellen.

Stand der Wissenschaft

Die anti-epileptischen Eigenschaften von CBD entstehen, da CBD auf die spannungsabhängigen Calciumkanäle und die Hormonsysteme des Körpers wirkt. Unter anderem wird die Freisetzung von Serotonin und Adenosin durch CBD beeinflusst, die an einer Vielzahl von Rezeptortypen wirken. Da der Effekt von CBD auf die Regulationsmechanismen des Körpers sehr komplex ist und die Forschung erst seit Ende des letzten Jahrhunderts nicht mehr verboten ist, wurde noch nicht hinreichend ergründet, wie es zu den krampflösenden Eigenschaften von CBD kommt. Mehrere Studien der letzten Jahre deuten allerdings darauf hin, dass CBD zukünftig als sinnvolle medikamentöse Ergänzung in der Behandlung von epileptischen Störungen eingesetzt werden kann. 2018 veröffentlichten ECDD und WHO einen Bericht, der unter anderem die Untersuchung von CBD bei Epilepsie beinhaltete. Das Expertenkomitee kam zu demselben Schluss und forderte eine verstärkte Erforschung des innovativen Therapieansatzes. 

Epilepsie bei Tieren

Epileptische Anfälle gehen auf fehlgeleitete Prozesse im Gehirn zurück. Dies ist also bei Hunden, Katzen und anderen Tieren genauso der Fall, wie bei Menschen. Es ist also auch bei Tieren, die unter Epilepsie leiden, empfehlenswert CBD-Öl zu füttern. So können Beschwerden gelindert werden oder ganz verschwinden.

 

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