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CBD und die Wirkung auf das Endocannabinoidsystem

Von 9. März 2020Juni 22nd, 2020Ein Kommentar

Was ist das Endocannabinoidsystem?

Das Endocannabinoidsystem ist Teil des menschlichen Nervensystems. Es wird auch als endogenes Cannabinoidsystem bezeichnet, denn der Begriff “endogen“ beschreibt Prozesse, die im eigenen Körper stattfinden. Zentrale Bestandteile des Endocannabinoidsystems sind die Cannabinoid-Rezeptoren CB1 und CB2 sowie körpereigene Endocannabinoide, die sich an die Rezeptoren binden und diese aktivieren. Endocannabinoid-Rezeptoren sind im gesamten menschlichen Körper zu finden, einschließlich im Gehirn, in den Organen, Geweben, Drüsen und Immunzellen.

Aufgaben des Endocannabinoidsystems

Autophagie bezeichnet den Prozess, bei dem Zellen ihre eigenen Bestandteile abbauen und somit recyceln. Das Endocannabinoidsystem reguliert dies, wodurch es sicherstellt, dass nur gesunde Zellen am Leben bleiben und sich fortpflanzen können. Deshalb sorgt dieser Prozess auch dafür, dass bösartige Krebszellen getötet werden und sich nicht weiter fortpflanzen. Im Wesentlichen hilft das Endocannabinoidsystem unserem Körper also dabei, Krebs abzuwehren.

Darüber hinaus ermöglicht das Endocannabinoidsystem die Kommunikation zwischen verschiedenen Körpersystemen und -typen. Wenn zum Beispiel eine Verletzung auftritt, treten Endocannabinoide in Erscheinung, um die Freisetzung von Aktivatoren und Sensibilisatoren aus dem verletzten Gewebe zu verringern. Das beruhigt die Immunzellen, um die Entzündung zu lindern. Die durch eine Verletzung verursachten Schmerzen und Schäden werden so gelindert. So kann der Körper normal weiter funktionieren.

Es ist also klar, dass das ECS für unser Überleben von entscheidender Bedeutung ist, da es so viele Systeme und Prozesse reguliert.

Die Teile des Endocannabinoidsystems

Das ECS besteht aus drei Hauptkomponenten:

  • Endocannabinoide
  • Cannabinoid-Rezeptoren
  • Metabolische Enzyme

Endocannabinoide sind Verbindungen, die der Körper auf natürliche Weise produziert. Es handelt sich hierbei um Moleküle, welche den pflanzlichen Cannabinoiden wie CBD ziemlich ähnlich sind.

Cannabinoid Rezeptoren sind Rezeptortypen, die auf der Oberfläche von Zellen sitzen. Sie übermitteln Informationen über den Zustand des Körpers und über sich ändernde Bedingungen. Durch sie kann der Körper alles erkennen und korrigieren, was nicht so funktioniert, wie es sollte. Die wichtigsten Cannabinoid Rezeptoren sind die CB1-Rezeptoren und die CB2-Rezeptoren.

CB1-Rezeptoren sind reichlich im Gehirn und im zentralen Nervensystem vorhanden. Daher wird auch immer wieder bei unterschiedlichen Nervenschädigungen und neurodegenerativen Krankheiten wie Parkinson und Alzheimer untersucht, wie Cannabinoide wirken.

CB2-Rezeptoren kommen im gesamten Immunsystem, dem Verdauungs- und Fortpflanzungssystem vor. Sie befinden sich aber auch in Knochen, Haut, Lunge, den hormonalen Drüsen oder in den Augen. Darum gibt es immer wieder Berichte über die Anwendung von Cannabinoiden bei Krankheiten, die mit diesen Körpersystemen oder Organen zu tun haben.

Die metabolischen Enzyme helfen, die Endocannabinoide nach der Verwendung abzubauen. Sie sorgen dafür, dass Endocannabinoide nicht länger als nötig im Körper verbleiben.

Endocannabinoid-Regulation bei Entzündung

Entzündungen sind ein häufiges Thema, wenn man über das Endocannabinoidsystem spricht. Sie treten als natürliches Schutzmittel in Reaktion auf körperliche Schäden auf, wobei die Entzündung durch Flüssigkeits- und Immunzellen hervorgerufen wird, die sich in dem Bereich bewegen. Obwohl dies eine gute Reaktion ist, kann die Entzündung außer Kontrolle geraten. Manchmal hält die Entzündung länger an als nötig, was zu langanhaltenden Schmerzen führen kann. In der Tat gibt es sogar einige Lebensmittel, die Entzündungen fördern. Einige Wissenschaftler glauben, dass dies an einem Endocannabinoid-Mangel liegen könnte. Als Cannabinoid kann CBD hier also eine entscheidende Rolle spielen, da es nach der Einnahme den Heilungsprozess beschleunigen und die Entzündung mildern kann.

Was ist Homöostase?

Das Konzept des biologischen Gleichgewichts in unserem Körper bezeichnet man als Homöostase. Der Körper versucht diesen Zustand des Gleichgewichts immer auf natürliche Weise aufrechtzuerhalten. Er tut dies, um sicherzustellen, dass dem Körper perfekte Bedingungen geboten werden können, um Arbeiten und Funktionieren zu können. Ist die Körpertemperatur beispielsweise nicht innerhalb des Bereichs, in der sie sich normalerweise befinden sollte, kann unser Organismus nicht richtig arbeiten. Die Leistungsfähigkeit der Zellen hängt also von diesen optimalen Bedingungen ab. Weitere Beispiele für die Variablen, die dieses Gleichgewicht aufrechterhalten, sind folgende:

  • Körpertemperatur
  • Appetit
  • Durst
  • Puls
  • Blutdruck
  • Schlafzyklus

Eine der Schlüsselstellen, die für die Regulierung dieser Variablen verantwortlich ist, ist der Hypothalamus, ein Bereich des Gehirns oberhalb des Stammhirns, der sich aus Clustern von Nervenzellen zusammensetzt. Genau wie andere Bereiche des Gehirns weist auch der Hypothalamus Cannabinoid-Rezeptoren auf. Die Forschung zu diesem Thema legt nahe, dass diese Rezeptoren mithilfe von Cannabinoiden, wie beispielsweise CBD, stimuliert werden können, wodurch viele Prozesse unterstützt würden, die zur Aufrechterhaltung der Homöostase nötig sind. Aus diesem Grund üben Cannabinoide und das ECS also einen wichtigen Einfluss auf die Homöostase aus.

Ich hoffe, dass diese Informationen und Erklärungen euch helfen die Effekte von CBD auf den Körper besser zu verstehen.

Alles Liebe,

Eure Isa

Isa

Isa

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