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CBD bei Alzheimer & Parkinson: Wie kann CBD-Öl helfen?

Von 30. Juni 2020Juli 2nd, 2020Keine Kommentare

CBD als innovativer Wirkstoff zur Behandlung neurodegenerativer Krankheiten?

Sowohl Alzheimer als auch Parkinson zählen zu den neurodegenerativen Krankheiten. Das bedeutet, dass die Erkrankungen auf den Abbau  von Nervenzellen und Nervenzellkontakten zurückzuführen sind. Als Konsequenz wird die Reizweiterleitung innerhalb des Körpers gestört. Diese Störung kann unterschiedliche Ursachen haben. In den meisten Fällen ist das Alter ausschlaggebend, da sich die Zellen des Körpers mit der Zeit immer weniger effizient erneuern. Teilweise spielen aber auch genetische Faktoren eine Rolle. Beide Krankheiten sind bislang nicht heilbar, eine Behandlung der Symptome ist aber durchaus möglich. Wissenschaftliche Studien der letzten Jahre deuten darauf hin, dass Cannabinoide hier in Zukunft eine Schlüsselrolle einnehmen könnten.

Alzheimer

(Erste Beschreibung: Alois Alzheimer, 1906)

Die Alzheimer-Krankheit ist die häufigste neurodegenerative Erkrankung und macht sich durch Gedächtnis- und Orientierungsstörungen, Sprachstörungen, Störungen des Denk- und Urteilsvermögens sowie Veränderungen der Persönlichkeit bemerkbar. Die Ursache liegt in der beschriebenen Neurodegeneration, die sowohl die Hirnoberfläche als auch tiefer liegende Hirnstrukturen betrifft. In der Folge schrumpft die Hirnmasse der betroffenen Patienten um bis zu 20 %. Außerdem wird die Funktion des sogenannten Meynert-Basalkern, der für die Produktion des Botenstoffs (Neurotransmitter) Acetylcholin verantwortlich ist, maßgeblich verändert. Dadurch wird die Informationsweiterleitung negativ beeinflusst.

Die Diagnose erfolgt meist über die Feststellung der, für die Erkrankung typischen, Eiweißablagerungen (Beta-Amyloid-Plaques). Diese entstehen durch den Abbau eines Membranproteins, dem Amyloid-Precursor-Protein (APP), welches Bestandteil der Membran von Neuronen ist. Durch bildgebende Verfahren wie Computertomografie (CT) oder Magnetresonanztomografie (MRT) können diese in mittleren und fortgeschrittenen Krankheitsstadien sichtbar gemacht werden. Betroffene werden mit dem Fortschreiten der Krankheit immer stärker in ihrer Handlungsfähigkeit eingeschränkt und sind zunehmend auf Unterstützung angewiesen.

Parkinson

(Erste Beschreibung: James Parkinson, 1817)

Das Parkinson-Syndrom ist nach Alzheimer die zweithäufigste neurodegenerative Krankheit und kommt vor allem durch Bewegungsstörungen zum Ausdruck. Zu diesen gehören Zittern (Tremor), Steifheit der Muskeln (Rigor), verlangsamte Bewegungen (Bradykinesie) und Gleichgewichtsstörungen. Weitere Symptome sind das „Einfrieren“ von Bewegungen (Freezing), Schwierigkeiten beim Sprechen und Schlucken, Störungen der vegetativen Funktionen (z.B. Blutdruckregulation), Schlafstörungen, Depressionen und geistige Beeinträchtigungen, die bis hin zur Demenz reichen können. Als Ursache wird der Verlust an Dopamin-produzierenden Nervenzellen in der Substantia nigra ([lat.,=] Schwarze Substanz) angesehen, die ein Kerngebiet im Mittelhirn darstellt.

Die schwarze Farbe kommt durch Melanin (Pigment, das u.a. für die Dunkelfärbung der Haut nach Sonnenbestrahlung verantwortlich ist), zustande. Melanin ist ein Nebenprodukt der Dopamin-Synthese. Deren ordnungsgemäßer Ablauf ist essenziell für die Funktion der Nervenzellen des menschlichen Körpers. Durch die Beeinträchtigungen der Dopamin-Produktion während dem Verlauf der Parkinson-Erkrankung kommt es zu einem Dopamin-Mangel in einem Teil des Großhirns. In der Folge bilden sich Ablagerungen (Lewy-Körperchen) aus Verklumpungen des Alpha-Synuklein-Proteins. Neue Erkenntnisse widersprechen dieser Theorie und weisen darauf hin, dass sich die Lewy-Körperchen möglicherweise vom Darm aus bis ins Gehirn ausbreiten. Das würde erklären, warum Betroffene auch unter Verdauungsproblemen leiden.

CBD und Phytocannabinoide in der Behandlung neurodegenerativer Krankheiten

Cannabidiol (CBD) und weitere in Hanf (Cannabis sativa L.) enthaltene Cannabinoide entfalten viele schützenden Wirkungen im menschlichen Körper, die neurotoxische Phänomene, die vor allem mit dem Alter auftreten, lindern können. Ein genereller Vorteil von CBD-Präparaten ist die nebenwirkungsfreie und somit risikoarme Anwendung. Folgend wird im Besonderen auf die positiven Effekte von CBD und weiteren Cannabinoiden im Zusammenhang mit Alzheimer und Parkinson eingegangen.

CBD und Alzheimer

Studien der letzten Jahre weisen auf die neuroprotektive Wirkung von CBD hin, die auch generell der Neurodegeneration vorbeugen könnte. Die letztgenannte Studie hat sich die neurotoxischen Effekte des übermäßigen Alkoholkonsums zunutze gemacht und in einem Experiment Ratten hohen Dosen an Alkohol ausgesetzt. Die eintretenden Auswirkungen sind mit denen der durch die Alzheimer-Krankheit ausgelösten Neurodegeneration vergleichbar. Das Experiment hat nachgewiesen, dass der Verfallsprozess des Gehirns durch die Verabreichung von CBD verlangsamt wird. Außerdem werden dem Phytocannabinoid entzündungshemmende und antioxidative Effekte nachgesagt.

Zusätzlich ist CBD dazu in der Lage, die Zellgesundheit insgesamt zu verbessern. Es könnte bei Alzheimer-Patienten auch die Lebenserwartung steigern, denn diese nimmt rapide ab, wenn sich die Krankheit zum Zeitpunkt der Diagnostizierung bereits in einem stark fortgeschrittenen Stadium befindet. Die genannten Faktoren sind ausschlaggebend für den Verlauf der Alzheimer-Krankheit, allerdings sind weitere Studien nötig, um die Wirksamkeit von CBD für die Behandlung von Alzheimer endgültig zu beweisen. Dann erst können Cannabinoide als standardmäßiger Wirkstoff zur Behandlung der Symptome und Milderung des allgemeinen Verlaufs angewendet werden.

CBD und Parkinson

Die Studienlage im Kontext der Behandlung von Parkinson zu CBD gestaltet sich leider immer noch als ungenügend. Nichtsdestotrotz wurden Effekte nachgewiesen, die sich positiv auf das Wohlbefinden und die Lebensqualität von Parkinson-Patienten auswirken, die unter keinen psychiatrischen Begleiterscheinungen leiden. Außerdem wurden weitere Effekte festgestellt, die sich förderlich auf nicht-motorische Symptome der Krankheit auswirken. Dazu gehören Psychosen, Schlafstörungen, Probleme mit täglichen Aktivitäten und Stigmatisierung durch die Gesellschaft. Weitere Studien weisen darauf hin, dass CBD eine eher präventive als therapeutische Funktion einnimmt, sodass das Auftreten der Parkinson-Krankheit verhindert oder zumindest verzögert werden könnte. Zusätzlich besteht die Vermutung, dass andere Phytocannabinoide wie z.B. THCV (Tetrahydrocannabivarin) auf eine positive Art und Weise mit dem Endocannabinoidsystem des menschlichen Körpers interagieren. Auch diese Phytocannabinoide sind in geringen Mengen im Vollspektrum-CBD-Öl von Beflora enthalten.

 

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