PMS: Wenn die Tage vor den Tagen im Anmarsch sind

Januar 07, 2022 5 min Lesezeit

PMS: Wenn die Tage vor den Tagen im Anmarsch sind

Der weibliche Zyklus ist kompliziert. Zahlreiche Prozesse und Hormone spielen eine maßgebliche Rolle und sorgen mit jeder neuen Zyklusphase dafür, dass wir uns mal energiegeladen und dann wieder gereizt fühlen. Besonders an den sogenannten „Tagen vor den Tagen“ geht es uns Mädels und Frauen oftmals ziemlich dreckig. Dann wird gerne der Begriff „PMS“ genutzt, um unseren Gemütszustand zu beschreiben. Doch was ist PMS eigentlich?

PMS ist die Abkürzung für das „Prämenstruelle Syndrom“, welches viele Frauen kurz vor der Menstruationsphase heimsucht. Wie viele Frauen genau darunter leiden, ist nicht klar. Beim Prämentruellen Syndrom wird das seelische und körperliche Wohlbefinden durch zyklusabhängige hormonelle Veränderungen aus dem Gleichgewicht gebracht. Vermutet wird hier ein Zusammenspiel aus dem plötzlichen Abfall von Östrogen und der kontinuierlichen Steigung des Hormons Prolaktin. Produziert der Körper dann noch zu wenig oder zu viel des Gelbkörperhormons Progesteron, kann es zu PMS kommen. Die Folge: Wir fühlen uns schnell gereizt, sind müde, lustlos und neigen zu Heißhungerattacken. Doch das ist leider noch nicht alles. Unter PMS fallen folgende weitere Symptome:

  • Unterleibsschmerzen
  • Rücken- und Kopfschmerzen
  • Starke Stimmungsschwankungen
  • Ziehen in der Brust
  • Kreislaufprobleme
  • Verdauungsprobleme
  • Geschwollene Hände und Füße durch Wassereinlagerungen
  • Hitzewallungen
  • Unreine Haut
  • Depressive Verstimmung

Weshalb jedoch manche Frau mehr und manche weniger unter dem Prämenstruellen Syndrom leidet, konnte noch nicht geklärt werden. Eins ist jedoch sicher: PMS wurde im Jahr 2000 als eigenes Krankheitsbild definiert und gehört zu den gängigsten gynäkologischen Beschwerden. Falls du die Vermutung hast, dass du ebenfalls unter PMS leiden könntest, wende dich bitte an deine Frauenärztin bzw. deinen Frauenarzt und lasse dies abklären.

 

Was tun gegen PMS?

Nachdem du die Beschwerden mit einer Fachperson abgeklärt hast, geht es an die Linderung der Symptome. Gegen PMS selbst gibt es nämlich kein Medikament, es kann lediglich symptomatisch behandelt werden. Während die gängigste Methode der Griff zu Schmerztabletten ist, können auch pflanzliche Mittel wie Mönchspfeffer, Frauenmantel, Johanniskraut oder eben Cannabidiol (CBD) zum Einsatz kommen. Doch wie wirken die einzelnen pflanzlichen Arzneien auf den weiblichen Körper?

Mönchspfeffer

Der Mönchspfeffer (lat.: Vitex agnus-castus) gehört zur Familie der Lippenblütler und wird auch Keuschbaum genannt. Das hat den Grund, dass dem Mönchspfeffer lustmindernde Wirkungen nachgesagt werden. Er trägt violette Blüten, aus denen ätherisches Öl gewonnen wird. Dieses soll dafür sorgen, dass weniger Prolaktin freigesetzt wird und der weibliche Zyklus wieder ins Gleichgewicht kommt. Vor der Einnahme sollte man also klären, ob die Ursache von PMS das Resultat eines Prolaktin-Überschusses ist. Wenn das der Fall ist, könnte Mönchspfeffer das Richtige für dich sein. Mönchspfeffer kommt oft bei Unterleibsschmerzen und unregelmäßigen Perioden zum Einsatz. Bis erste Wirkungen eintreten, kann es jedoch bis zu drei Monatszyklen dauern.

Frauenmantel

Frauenmantel (lat.: Alchemilla vulgaris) erinnert mit seinen goldgelben Blüten an Raps und wird bis zu 30cm groß. Frauenmantel wird gerne bei Menstruationsstörungen und Beschwerden in den Wechseljahren angewendet. Auch bei leichtem Durchfall kann Frauenmantel durch die enthaltenen Gerbstoffe Abhilfe schaffen. Diese Gerbstoffe können auch den weiblichen Zyklus regulieren: Gemeinsam mit den enthaltenen Phytohormonen helfen sie dabei, dass der Eisprung regelmäßiger einsetzt und der Zyklus wieder ins Gleichgewicht kommt. Um von der Wirkung zu profitieren, empfehlen Expert:innen, täglich mindestens zwei Tassen Frauenmanteltee für mindestens zwei Monate zu trinken.

Johanniskraut

Tüpfel-Johanniskraut (lat.: Hypericum perforatum) kann vor allem Frauen helfen, die aufgrund von PMS unter depressiven Verstimmungen leiden. Hier kann es den Gemütszustand aufhellen und beruhigen. Doch Achtung! Johanniskraut kann mit vielen Medikamenten – unter anderem auch der Antibabypille – wechselwirken. Daher sollten Frauen, die die Pille nehmen, besser kein Johanniskraut einnehmen. Wer doch zu diesem Kraut greifen möchte, sollte täglich Johanniskrautpräparate für mindestens zwei Monate zu sich nehmen.

Cannabidiol im Einsatz gegen PMS

CBD - auch Cannabidiol genannt - kann bei Schmerzen im Unterleib oder Rücken schnell und natürlich Abhilfe schaffen. Das liegt daran, dass CBD auf die Schmerzrezeptoren der sensorischen Nervenzellen einwirkt. Dies mildert schmerzauslösende Reize. Darüber hinaus wirkt es entkrampfend und entspannend und kann so – ähnlich wie Johanniskraut – depressive Verstimmungen lindern und den Gemütszustand beruhigen. Wer sich an die auf dem Produkt angegebenen Empfehlungen hält, muss keine Wechselwirkungen mit der Pille befürchten. Sollte es jedoch zu Erbrechen oder Durchfall durch CBD kommen, ist die Einnahme abzubrechen und der Schutz der Pille kann beeinträchtigt werden. Um von der Wirkung des CBD zu profitieren, sollte das Öl täglich für mindestens drei Wochen kontinuierlich eingenommen werden. Um PMS in den Griff zu bekommen, empfiehlt es sich also direkt zu Beginn eines neuen Zyklus mit der CBD-Anwendung zu starten. So ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass du pünktlich zu Beginn des Prämenstruellen Syndroms die Wirkung des Cannabidiol bemerkst. Dennoch gibt es wie bei allen anderen pflanzlichen Mitteln kaum wissenschaftliche Grundlagen, ob es tatsächlich hilft. Daher gilt: Ausprobieren! Wir haben schon zahlreiche Erfolgsgeschichten von CBD im Einsatz gegen Periodenbeschwerden gehört. Vielleicht profitierst du als nächste davon? Zur Linderung der Beschwerden empfehlen wir dir unser CBD-Öl mit 10% CBD-Gehalt.

 

Wie CBD anwenden bei PMS?

Wenn du dich dafür entscheidest, CBD gegen PMS oder Menstruationsbeschwerden einzusetzen, dann hast du zwei Möglichkeiten:

  • CBD Öl im herkömmlichen Sinne nutzen Hierfür musst du wie oben bereits beschrieben jeweils morgens und abends ein paar Tropfen in den Mund geben und für mindestens 60 Sekunden einwirken lassen. Das Öl danach ausspucken. Ein versehentliches Verschlucken ist nicht bedenklich. Das solltest du für mindestens drei Wochen kontinuierlich tun, um die Wirkung zu bemerken
  • CBD Öl auf den Tampon träufelnBei besonders starken Menstruationsbeschwerden kannst du auch zwei Tropfen des CBD Öls auf deinen Tampon geben. So tritt die Wirkung schneller ein und das kann besonders bei Krämpfen im Unterleib Abhilfe schaffen.

 

Was solltest du beachten während der prämenstruellen Phase oder der Menstruationsphase?

Um die Symptome des PMS so gut wie möglich im Zaum zu halten, gibt es ein paar Kleinigkeiten, die du für deinen Körper tun kannst. Mädchen und Frauen, die besonders unter PMS und starken Menstruationsbeschwerden leiden, sollten darauf achten, den Koffein-, Zucker- und Alkoholkonsum gering zu halten. Hier gilt: In Maßen ist besser als in Massen! Täglich einen Kaffee trinken und sich ab und an ein Glas Wein gönnen ist nicht verboten. Es sollte aber darauf geachtet werden, dass nicht jeder Sonntag mit einem Kater startet und mehr als drei Tassen Kaffee pro Tag getrunken werden. Darüber hinaus ist es wichtig, viel Wasser und ungesüßte Tees zu trinken.

 

PMS mit Cycle Syncing lindern

In den letzten Jahren verabschiedeten sich viele Frauen aus den verschiedensten Gründen von ihrer Pille. Das führt auf kurze oder lange Sicht wieder zu einem natürlichen Zyklus mit allen seinen Höhen und Tiefen. Besonders hier können PMS und Menstruationsbeschwerden richtig reinhauen. Die Methode des „Cycle Syncing“ nach Alisa Vitti kann hier zu einem beschwerdefreieren Leben verhelfen. Unter Cycle Syncing versteht man das Anpassen des täglichen Lebens an den weiblichen Zyklus. Das bedeutet, dass man je nach Zyklusphase - insgesamt gibt es vier Phasen - den Körper mit unterstützender Ernährung, Bewegung und Planung wieder ins Gleichgewicht bringt.

In der ersten Phase, der Menstruationsphase, achtet man beispielsweise darauf, den Körper zu schonen. Daher wählt man eher Yoga oder entspannte Spaziergänge, um den Körper zu bewegen. Darüber hinaus sollte man auf nährstoffreiche Nahrung, viel Proteine, Fette, Meeresfrüchte und eisenhaltige Lebensmittel setzen, um den Körper in dieser intensiven Phase zu unterstützen. Wer sich für das Thema Cycle Syncing interessiert, kann sich die kostenlose App MyFlo von Alisa Vitti herunterladen oder ihre Bücher zu diesem Thema lesen. Auch Jessie, die auf ihrem Instagram-Account Bodysynchron täglich Tipps zu den verschiedenen Zyklusphasen gibt, sagt: „Zyklisch leben ist für mich die Rückkehr zu unserer Weiblichkeit – und weckt ungeahnte Superkräfte in uns!“ Doch genug geredet: Probiere es selbst aus. Ein besseres Körpergefühl und mehr Power könnten dabei für dich herausspringen!


Schreiben Sie einen Kommentar

Kommentare werden vor der Veröffentlichung genehmigt.


Vollständigen Artikel anzeigen

Von innen und außen schön – CBD Kosmetik im Trend
Von innen und außen schön – CBD Kosmetik im Trend

Januar 23, 2022 8 min Lesezeit

Cannabis gegen Corona?
Cannabis gegen Corona?

Januar 20, 2022 4 min Lesezeit

Das Ende der Pandemie?
Das Ende der Pandemie?

Januar 14, 2022 3 min Lesezeit