CBG: der vergessene kleine Bruder des Cannabidiol

April 05, 2022 2 min Lesezeit

CBG: der vergessene kleine Bruder des Cannabidiol

Was CBD (Cannabidiol) ist, ist den meisten bekannt. Für viele stellt Cannabidiol inzwischen einen festen Bestandteil im Alltag dar. Besonders bei Problemen wie Schlafbeschwerden, Migräne oder (chronischen) Schmerzen kann CBD bei richtiger Anwendung Abhilfe schaffen. Doch was ist eigentlich mit anderen Cannabinoiden? Studien zufolge gibt es inzwischen über 100 Cannabinoide, doch Forschende sind sich sicher, dass es noch viele mehr gibt. Besonders interessant ist hierbei der „kleine Bruder“ des Cannabidiol: damit meinen wir CBG (Cannabigerol).

 

Was ist Cannabigerol (CBG)?

Bei Cannabigerol handelt es sich um ein Cannabinoid, welches besonders in jungen Hanfpflanzen vorkommt. Cannabigerol wandelt sich im Laufe der Zeit zu Cannabidiol um, was die Herkunft des Namens „kleiner Bruder“ erklärt. In den ersten 6 bis 8 Wochen der jungen Hanfpflanze weist die Pflanze lediglich Cannabigerol auf, bevor sich dieses nach rund zwei Monaten in CBD umwandelt. Im Gegensatz zu THC (Tetrahydrocannabinol) wirkt CBG nicht berauschend.

 

Wie wird CBG gewonnen?

Da es sich hierbei um einen natürlichen Inhaltsstoff der Hanfpflanze handelt, wird CBG nicht hergestellt, sondern direkt aus der Ernte gewonnen. Um am Ende ein CBG Öl in der Hand zu halten, muss der Nutzhanf extrahiert werden. Für unsere Produkte nutzt Beflora ausschließlich EU-zertifizierten Nutzhanf aus Deutschland und Österreich. Dieser genügt höchsten Qualitätsstandards und weist keine berauschende Wirkung auf.

Um CBG aus der Hanfpflanze zu extrahieren, müssen junge Hanfpflanzen geerntet werden. Hier ist der CBG-Gehalt noch hoch genug, um davon ein Öl zu gewinnen. Zur Extraktion wird das besonders schonende CO2- Verfahren (Kohlendioxid-Extraktion) genutzt. Im Vergleich zu anderen Verfahren zur CBD- und CBG-Gewinnung, gilt die Kohlendioxid-Extraktion als sehr sicher und ungiftig. Hier sorgt stark verdichtetes Kohlendioxid dafür, dass sich das CBG vom Rohstoff löst und am Ende isoliert vorliegt.

 

Was ist der Unterschied von CBD und CBG?

Wir haben bereits herausgefunden, dass Cannabigerol die Vorstufe zum bekannten Cannabidiol darstellt. Besonders bei Hautproblemen, Schlaf, starken Stimmungsschwankungen und Augenkrankheiten kann CBG Abhilfe schaffen. Bei Verdauungsbeschwerden oder Schmerzen eignet sich das klassische CBD jedoch besser.

 

Wie dosiere ich CBG richtig?

Als Händler dürfen wir leider keine konkreten Dosierempfehlungen aussprechen. Generell gilt jedoch, dass sowohl CBD als auch CBG gleich dosiert werden. Wenn Sie bereits Erfahrung mit Cannabidiol gemacht haben, können Sie die gleiche Dosis bei Ihrem CBG-Öl anwenden. Sofern Sie das CBG-Öl sachgemäß anwenden, kommt es in den seltensten Fällen zu Nebenwirkungen. Wenn es doch dazu kommen sollte, dass Sie CBG nicht vertragen, kann es zu Durchfall, Übelkeit oder einem trockenen Mund kommen. Dann sollten Sie die Anwendung des CBG minimieren oder darauf verzichten.

 

Die wissenschaftliche Grundlage zu CBG

Im Handbuch „Handbook of Cannabis and Related Pathologies” (2017) schreibt Deiana über mögliche Potenziale die CBG aufweist. Das sind unter anderem entzündungs- und krebshemmende Eigenschaften. Die Ergebnisse von Gugliandolo et al. zeigten, dass CBG in einem In-vitro-Neuroinflammationsmodell eine schützende Wirkung ausübt und den Tod in NSC-34-Zellen reduziert. Dadurch konnten sowohl Entzündungen als auch oxidativer Stress reduziert werden. Die Forschenden empfehlen daher die Verwendung von CBG gegen Neurodegeneration und bei jenen pathologischen Zuständen, bei denen Neuroinflammationen und oxidativer Stress eine Hauptrolle spielen.


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