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Die wichtigsten Cannabinoide für Euch im Überblick

September 09, 2021 4 min Lesezeit

Die wichtigsten Cannabinoide für Euch im Überblick

Die zwei bekanntesten Cannabinoide der Hanfpflanze sind Cannabidiol (CBD) und Tetrahydrocannabinol (THC). Doch wusstest Du, dass die Cannabis Sativa L.-Pflanze insgesamt noch 120 andere Cannabinoide mit verschiedensten Wirkungsweisen beinhaltet?1In diesem Post geben wir Dir einen kleinen Überblick über die wichtigsten Cannabinoide.

 

Was sind Cannabinoide?

Genau genommen gibt es drei Arten von Cannabinoiden. Man unterscheidet zwischen der pflanzlichen, körpereigenen und synthetischen Art. Pflanzliche Cannabinoide, wie sie in der Hanfpflanze vorkommen, nennt man Phytocannabinoide. Diejenigen Cannabinoide, die in dem Körper von Säugetieren gebildet werden heißen Endocannabinoide.2 Daher auch der Name „Endocannabinoid-System“, welches Teil unseres Nervensystems und maßgeblich an unserem Wohlbefinden beteiligt ist. In diesem Artikel gehen wir vor allem auf die Phytocannabinoide ein, da ein Teil dieser auch in unseren Produkten vorkommt. Phytocannabinoide sind chemische Stoffe, die in der Hanfpflanze vorkommen3 und in Kombination mit dem Endocannabinoidsystem verschiedene Prozesse im Körper stimulieren oder hemmen können.

 

CBD (Cannabidiol)

CBD ist ein nicht berauschend wirkendes Cannabinoid und kann Studien zufolge antiseptisch, antibakteriell, entzündungshemmend und entkrampfend wirken. Zudem ist es möglich, dass CBD bei depressiver Verstimmung, Schlafproblemen und Angstzuständen Abhilfe schaffen kann.4 Die Studie von Lafaye et al. aus dem Jahr 20175 zeigte, dass Cannabidiol möglicherweise einen schützenden Effekt gegen bestimmte negative, psychologische Eigenschaften von THC aufweist und hierbei als Antagonist wirkt.

 

CBDa (Cannabidiolsäure)

Hierbei handelt es sich um ein Cannabinoid, welches bisher noch nicht im Fokus der Forschung stand. Dennoch könnte es sein, dass Cannabidiolsäure entzündungshemmede Eigenschaften aufweist. Interessant ist vor allem, dass CBDa sozusagen ein Vorgänger des herkömmlichen CBD ist. Durch die Decarboxylierung von CBDa – also der Aktivierung der Wirkung von Cannabinoiden – entsteht nämlich CBD.4

 

CBDv (Cannabidivarin)

Cannabidivarin ist bisher selten Gegenstand der Forschung. Eine Studie6 belegte jedoch, dass CBDv stark krampflösende Eigenschaften aufweisen kann – zumindest an Mäusen und Ratten.

 

CBG (Cannabigerol)

Vielleicht kennt ihr Cannabigerol bereits aus unserem Onlineshop. Leider wird dieses Cannabinoid oftmals noch unterschätzt oder gar komplett vernachlässigt. Das ist schade, denn CBG weist ebenfalls zahlreiche wohltuende Wirkungen auf. Es ist nicht psychoaktiv und kann augeinnendrucksenkend wirken. Zudem weist CBG entzündungshemmende, neuroprotektive Effekte auf und kann oxidativen Stress und neuronalen Tod vermindern.1

Cannabigerol kommt in jungen Hanfpflanzen vor und stellt eine Art Vorstufe des herkömmlichen CBD dar. Daher ähneln sich CBD und CBG auch stark in ihrer Wirkungsweise.

 

THC (Tetrahydrocannabinol)

Das wohl bekannteste Cannabinoid ist das berauschend wirkende THC. Hiermit stehen die klassischen Wirkungsweisen, die wir mit „high sein“ assoziieren in Zusammenhang. Einer Studie von Cohen & Weinstein aus dem Jahr 20187 zufolge ist Tetrahydrocannabinol das am stärksten wirkende Cannabinoid, das in der Cannabispflanze vorkommt. THC wirkt euphorisierend, entspannend, schmerzlindernd und kann Angstzustände abfedern.8 Manche Anwender berichten jedoch auch, dass sie sich nach dem THC-Konsum paranoid fühlten oder Angstzustände verstärkt wurden. 

 

THCa (Tetrahydrocannabinolsäure)

Hier herrscht das gleiche Prinzip wie bei CBD und CBDa. Die Tetrahydrocannabinolsäure ist ebenfalls eine Art Vorstufe des THC. Auch hier wandelt sich das nicht psychoaktive THCa erst durch Decarboxylierung in aktives THC um.4 Das ist auch der Grund, wieso wir nicht „high“ werden, wenn wir Cannabis essen würden.

 

THCv (Tetrahydrocannabivarin)

Dieses unbekannte Cannabinoid besitzt eine ähnliche Struktur wie THC. Da auch THCv bisher kaum erforscht wurde, ist es möglich, dass dieses ebenfalls psychoaktiv wirkt. Außerdem werden Tetrahydrocannabivarin entzündungshemmende und antiepileptische Wirkungen nachgesagt.4


CBC (Cannabichromen)

Auch hier handelt es sich um ein nicht berauschend wirkendes Cannabinoid. Es entsteht aus CBG und wird mithilfe von Enzymen in CBC umgewandelt. Die Wirkung des CBC ist bisher kaum erforscht. Es liegen Daten vor, dass CBC in Verbindung mit THC bei Tieren schmerzlindernde, beruhigende Wirkungen aufweisen kann.4

 

CBN (Cannabinol)

Tatsächlich ist CBN das Cannabinoid, dessen Struktur im Jahr 1933 als erstes identifiziert wurde.9 Studien zufolge wirkt Cannabinol leicht psychoaktiv. Außerdem kann es beruhigend, antibakteriell und augeninnendrucksenkend wirken.4Eine etwas ältere Studie aus dem Jahr 2008 zeigte, dass Cannabinol und weitere Cannabinoide wirksam gegen den Krankenhauskeim MRSA sein könnte.10 Weitere Cannabinoide die dagegenwirken könnten, waren außerdem THC, CBD, CBC und CBG.

 

Und was sind synthetische Cannabinoide?

Und dann gibt es da noch die synthetischen Cannabinoide. Hierbei handelt es sich um Cannabinoide, die nicht auf natürliche Art in Pflanzen oder im menschlichen Körper gebildet, sondern künstlich hergestellt werden. Diese erschienen zum ersten Mal in den 1970er-Jahren als Forscher das Endocannabinoidsystem bei Säugetieren erforschten und nach neuen Behandlungsmöglichkeiten bei Schmerzen durch Krebserkrankungen suchten.5 Dann war es eine Weile ruhig um die synthetischen Cannabinoide – zumindest bis zur Jahrtausendwende. Ab 2000 tauchten vermehrt synthetische Cannabinoide wie Spice oder K2 auf dem Schwarzmarkt auf. Deren Verbreitung wurde bis dahin stark unterschätzt.5Das Problem ist hierbei, dass syntethische Cannabinoide im Gegensatz zu Phytocannabinoiden andere pharmakologische Eigenschaften aufweisen. Einfach gesagt: Die Moleküle von Spice haben stärkere Bindungseigenschaften als herkömmliches psychoaktives THC.5Das führt zu stärkeren psychoaktiven Effekten. Dennoch darf man nicht pauschalisieren. Synthetische Cannabinoide sind nicht per se schlecht: Einige davon dienen Patienten als Behandlungsoption und müssen strikte Zulassungsverfahren durchlaufen bis sie auf den Markt kommen. Vor allem bei Dronabinol – die synthetische Version von THC, das oft bei Nebenwirkungen von Chemotherapien eingesetzt wird - ist das der Fall.

 

Quellen:

1 Gugliandolo et al, International Journal of Molecular Sciences: In Vitro Model of Neuroinflammation: Efficacy of Cannabigerol, a Non-Psychoactive Cannabinoid(08.07.2018), URL: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6073490/ (Stand: 05.05.2021)

2Doccheck Flexikon. Cannabinoide (24.11.2017), URL: https://flexikon.doccheck.com/de/Cannabinoid (Stand: 05.05.2021)

3Werner Stangl, Online Lexikon für Psychologie und Pädagogik.Cannabinoide(2021), URL: https://lexikon.stangl.eu/5955/cannabinoide (Stand: 05.05.2021)

4Alexandra Latour, Leafly. Die wichtigsten Cannabinoide und ihre Eigenschaften im Überblick (19.04.2020), URL: https://www.leafly.de/cannabinoide-ueberblick/ (Stand: 05.05.2021)

5Lafaye et al, Dialogues in clinical neuroscience. Cannabis, cannabinoids, and health (2017), URL: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5741114/ (Stand: 05.05.2021)

6Hill et al, Cannabidivarin-rich cannabis extracts are anticonvulsant in mouse and rat via a CB1 receptor-independent mechanism (2013), URL: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/23902406/ (Stand: 05.05.2021)

7Cohen & Weinstein, Frontiers in Public Health. Synthetic and Non-synthetic Cannabinoid Drugs and Their Adverse Effects – A review From Public Health Prospective (07.06.2018), URL: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5999798/ (Stand: 05.05.2021)

8Ann Pietrangelo, Healthline. The Effects of Cannabis on Your Body (27.04.2021), URL: https://www.healthline.com/health/effects-of-cannabis-on-body (Stand: 05.05.2021)

9Finlay et al, Frontiers in Public Health. Terpenoids From Cannabis Do Not Mediate an Entourage Effect by Acting at Cannabinoid Receptors (25.03.2020), URL: https://www.frontiersin.org/articles/10.3389/fphar.2020.00359/full (Stand: 05.05.2021)

10Appendino, Antibacterial cannabinoids from Cannabis sativa: a structure-activity study(06.08.2008), URL: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/18681481/ (Stand: 05.05.2021)

 

 


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